Gemeinschaftsgärtnern im Dorschberg Zentrum (in Wörth)

Mit dem neuen Urban Gardening-Projekt wird die Grünfläche an der Stadtbücherei im Dorschberg Zentrum zum Treffpunkt für alle, die Lust haben, mitzugestalten, zu pflanzen und gemeinsam einen lebendigen Ort zu schaffen. Das Projekt ist offen für alle – mach' mit! Neben Naschgarten und Gemüse- und Kräuteranbau geht es auch darum, Wissen zu teilen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam etwas zu schaffen.

Das Projekt ist abgeschlossen, der Gemeinschaftsgarten am Dorschberg steht weiterhin offen. Zum Gärtnern kannst du einfach vorbeikommen bei der Stadtbücherei, Am Rathausplatz 1-5, 76744 Wörth am Rhein.

Die im Projekt gestalteten Gemüseschilder mit Mischkulturtabelle findest du in der Stadtbücherei nebenan. Damit kannst du neue Pflanzgemeinschaften planen. Die Stadtbücherei Wörth unterhält eine eigene Saatgutbibliothek, so dass sicher neues Saatgut für die Gemeinschaftsbeete da ist.

Alle Aktionen im Rückblick:

Frühstart ins Frühjahr: Jetzt den Garten vorausdenken!

11. Oktober 2025, 14—17 Uhr

Ausblick auf die neue Saison: Im Herbst ist die ideale Zeit für Rückschnitte, Mulchschichten oder Gründüngung, um die Beete auf das Frühjahr vorzubereiten. Beetränder lassen sich perfekt mit Zwiebeln und Knoblauch bepflanzen. Auch das Setzen weiterer Stauden und Sträucher schafft beste Voraussetzungen für einen lebendigen Start ins neue Gartenjahr.

Ein Haufen Herbstlaub in einem Gitterkomposter.

mmmh....

Zum Abschluss gibt's direkt aus dem Garten ein improvisiertes Picknick: Schnittlauchbrote mit Kohlrabi

Auf einer Bank liegt ein Geschirrtuch mit zwei Brettchen, auf denen Schnittlauch und Schnittlauchbrote liegen; daneben ein Haufen Gartenhandschuhe.

Die Pflanzkombinationen sind wunderschön geworden: Herbststauden zusammen mit Beerensträuchern, Erdbeerfeldern und noch in der Erde schlummernden Steckzwiebeln und Knoblauchknollen.

Die Blüten von Herbstanemonen im Vordergrund, dahinter Fetthenne.
Astern, Tagetes, Ringelblumen unter einem Johannisbeerstrauch.
Melisse neben geflecktem Lungenkraut, Felsenbirne und gelblich gefärbten Herbstblättern.
Lila Blüten, grüne Blätter und braune Äste in Kombination.
Zwei kleine Kinder gießen fleißig die Neupflanzungen, während sich die Erwachsenen im Hintergrund unterhalten.
Mehrere Personen gärtnern an den Beeten auf der Wiese, pflanzen Stauden und stecken Zwiebeln.

Draußen-Atelier

29. August 2025, 16—19 Uhr

In diesem Workshop nutzen wir den Garten als Inspiration für kreatives Schreiben. Ausgestattet mit Stift und Papier halten wir Eindrücke und Beobachtungen fest – in Form von Zeichnungen, Gedichten, kurzen Erzählungen oder freien Texten. Wir lassen uns von der Umgebung und ihren Veränderungen leiten und setzen unseren kreativen Ausdruck in Worte um. Die entstandenen Texte werden in den Räumen der Stadt Wörth und möglicherweise an weiteren Orten in einer Wanderausstellung präsentiert. Eine Gelegenheit, das Geschaffene zu würdigen und andere zu inspirieren, den Garten auf eine neue Weise wahrzunehmen.

Eine Person malt mit bunten Kreiden eine Blumenwiese.
Drei Personen sitzen an den Arbeitstischen im Freien vor der Bibliothek und zeichnen.
Nur wenige haben sich wohl getraut zu kommen ;)
Eine Person hält drei Ölkreiden verschiedener Farben vor die Kamera, während zwei Personen im Hintergrund suchend durch den Garten gehen.

Erste Herausforderung:
Farben finden.

Hervorragend gemeistert!

Auf gelbgrünen Blättern einer Stachelbeere liegen gelb-grüne Buntstifte in exakt den gleichen Farben, die die Blätter haben.
Eine Person hält einen lila-roten Buntstift auf ein Mangoldblatt, das genau dieselbe Farbe hat.

Dann haben wir mit Zeichnen auf Zeit angefangen. Ob 60 Sekunden oder 18 Minuten — die Zeit für eine Zeichnung war immer begrenzt.

Eine Frau steht vor einem Beet, eine andere sitzt auf dessen Rand; beide zeichnen Pflanzen darin ab.
Auf der Wiese verteilt liegen mehrere Klemmbretter mit Zeichnungen darauf.
In blauen Linien lustig gezeichnet: ein Baum, ein Fahrrad, eine Person, die am Beet gärtnert, eine Bank.
Auf einem Klemmbrett ist eine Zeichnung eines braunen, trockenen Blatts. Das Klemmbrett liegt auf der Wiese, die mit trockenem Laub übersät ist.
Eine Person hält die Zeichnung einer Kohlrabi-Pflanze hinter die abgezeichnete Pflanze zum Vergleich.
Die Buntstiftzeichnung von roten Beeren an einem Zweig.

Später noch mit Texten kombiniert, enstanden wunderschöne Gartenerzählungen.

Die Zeichnung einer Schreibmaschine, darüber der handgeschriebene Text

Klimafester Garten

4. Juli 2025, 16—19 Uhr

Im Sommer rücken oft dringende Fragen in den Fokus: Es ist Urlaubszeit, die Temperaturen steigen, und im Garten gibt es viel zu pflegen – aber auch reichlich zu ernten. Damit der Sommer entspannt bleibt, tauschen wir uns praktisch zu den Themen aus, die sicher aufkommen werden wie z.B. Bewässerung, Mulchen und der Bau von Ollas (eine Bewässerungstechnik mit Tonkrügen), richtiges Ernten und Düngen. Außerdem werfen wir einen Blick auf den Zwischenstand und besprechen weitere Vorhaben.

Eine rot-schwarz gestreifte Wanze sitzt auf einer Brennnessel.

<- Hier findet ihr unsere Kurz-Präsentation zur Gestaltung eines Klimafesten Gartens.

Auftakt mit einem anschaulichen Gedankenspiel zu Klimakatastrophe und Biodiversitätsverlust:

Die Workshop-Leiterin klebt einem Mann sein Namensschild an.

Netze knüpfen — jeder bekommt eine neue Rolle im Ökosystem, z.B. als Regenwurm, Wind oder Brennnessel.

Die Gartengruppe spannt eine Schnur als netzt zwischen den Ökosystem-Bewohnern, die sie darstellen.
Alle lehnen sich vetrauensvoll in das gespannte Ökosystem-Netz.

Das stabile Netz spannt sich zwischen vielen Ökosystem-Bewohnern auf; dann wird es durch den Ausfall einzelner plötzlich als Ganzes instabil...

Dann direkt die freudvolle, konkrete Amßnahme, um im Garten dem Klimawandel entgegenzuwirken: Ollas zur gezielten Dauerbewässerung bauen und vergraben.

Die Mitglieder der Gartengruppe scherzen bei den Vorbereitungen zum Olla-Bau.
Jemand klebt mit Zementspachtel zwei Tontöpfe zu einer Olla zusammen.
Eine neben einer Tomatenpflanze eingegrabene Olla.

Seed dating — richtig säen & Gemüsegemeinschaften pflanzen

30. Mai 2025, 16—19 Uhr

Wir säen Gemüse aus – dabei berücksichtigen wir die Bedürfnisse von Licht- und Dunkelkeimern, die optimalen Abstände und all die kleinen Details, die es zu beachten gilt. Gleichzeitig setzen wir Jungpflanzen, um die Erntezeit geschickt zu staffeln. Besonders spannend und wichtig: harmonische Pflanzengemeinschaften und gute Nachbarn, die ein gesundes Wachstum fördern und zu einer besonders schmackhaften Ernte beitragen. Anschließend beschriften wir die Beete mit Schildern – zur Information für Besucher und als praktische Orientierungshilfe für unsere Gärtner.

Das Schild zur Stadtbücherei.
Zwei Personen begutachten ein Beet, auf dessen Rand Gemüseschilder zum Trocknen ausliegen.

Die neuen Gemüseschilder sind (sobald getrocknet) in einem Kistchen in der Stadtbücherei nebenan zu finden. Zusammen mit der Mischkulturtabelle lassen sie sich immer wieder zu neuen Beet-Bepflanzungen kombinieren.

Gemüseschilder von Kohlrabi und Radieschen liegen zum Trocknen auf dem Beet.
Gemüseschilder von Mangold und Tomate liegen zum Trocknen auf dem Beet.
Drei Frauen sitzen vor der Mischkulturtabelle und unterhalten sich darüber.
Zwei Personen positionieren Pflanzschilder in einem Beet (von weitem zu sehen).
Mehrere Pflanztöpfe und Saatgutpäckchen liegen vor einem Beet verstreut, an dem Personen arbeiten.

Einige Mischkulturen werden direkt gepflanzt und beschildert.

Eine Frau hockt vor der großen Tafel mit begonnener Mischkulturtabelle und schaut etwas in einem Buch nach.

Fokussierte Ausarbeitung der Mischkulturtabelle.

rote Farbfläche, rote Walze, roter Stempel in Form von Rispentomaten
Jemand sucht Buchstaben aus einem Stempelset; ein paar Gemüsenamen sind schon auf Papier gestempelt.
Einige Stempel auf dem Tisch: Holzklötzchen, darauf die Stempelform (z.B. Radieschen) aus Moosgummi
Vorne schneidet eine Person Moosgummi aus, in der Mitte stempelt eine Person mit dem Holzklötzchen in der Hand, hinten walzt eine Person Farbe auf.

Stepelproduktion für Gemüseschildchen.

Die Gartengruppe steht um die vorbereiteten Workshop-Tische herum und wird begrüßt.
Nur ein kurzes "Hallo" an alle und direkt loslegen.
Ein Mann sitzt an einer Ecke des Tisches und schreibt ein Pflanzschild.
Daneben arbeiten mehrere Frauen an den Tischen und beginnen zu stempeln.

Vertikales Gärtnern — Kleiner Balkon, große Ernte

17. Mai 2025, 14—17 Uhr

Entdecke, wie du deinen Balkon optimal nutzt! In diesem Workshop lernst du platzsparende Pflanztechniken wie Hängegärten, Hochbeete und mobile Pflanzgefäße kennen. Wir kombinieren ertragreiche Gemüse- und Kräutersorten mit guten Pflanz-Nachbarn, um Wachstum und Ernte zu fördern. Tipps zu Wasser-, Windschutz und natürlicher Düngung sorgen für gesunde Pflanzen. Perfekt für Selbstversorger mit wenig Platz!

Neben den vielen Tipps gab's auch Saatgut und Insektenhotels zum Mitnehmen:

Eine Person sät Samen in vorbereitete Papptöpfchen.
Neben einem Baum stehen mehrere Töpfchen mit verschiedenen Pflanzschildern zum Mitnehmen bereit.
Mehrere Töpfchen mit Kürbissaatgut warten auf Abholer.
Eine Person bohrt mit der Bohrmaschine ein Loch in ein Stück Stamm.
Nistgänge in Stammstücke bohren
Eine Person biegt Draht zur Aufhängung des Stammstücks.
Aufhängung befestigen
Zwei fertige Insektenhotels stehen zum Mitnehmen bereit.
fertige Insektenhotels zum Mitnehmen

Naschgarten — I love you berry much

3. Mai 2025, 14—17 Uhr

Wir pflanzen Beerensträucher und Erdbeeren in den Garten. Sie bereichern das ganze Jahr über das Naschangebot für Menschen und Tiere und tragen schon im selben Jahr erste Früchte. Auch optisch sind sie eine Bereicherung für den Garten, denn sie bringen wunderschöne Blätter und Früchte auf Augenhöhe.

Rote, pralle Johannisbeeren hängen an einem Johannisbeerstrauch.
Ein Gruppenfoto der Gemeinschaftsgartengruppe bei den fertigen Spalieren und Beeren-Pflanzungen.
Auf Drei bitte: "Hiiiiiiimbeeeereeee!"
Ein Kind und Erwachsene bereiten verschiedene Dinge an den Beeten vor: Weiden, Flechthilfe, Gießen der Beerensträucher.

Die ersten gepflanzten Beeren werden schon gegossen, während für den Torbogen aus Weiden zuerst eine Flechthilfe gebaut werden muss.

Jemand bohrt Löcher für die Weidenruten in die Flechthilfe; dahinter schnitzt jemand die Rinde der Weiden ab, damit sie nicht anwachsen.
Die Flechthilfe mit fünf senkrechten Weidenruten darin und zwei quer geflochtene Reihen aus Flechtruten.
Ein Team arbeitet am ersten Weidenbogen.
Ein Team arbeitet an einem weiteren Weidenbogen.

Nebenher ist nocht Zeit für Gartengespräche...

Zwei Kinder unterhalten sich am Beetrand hinter den Beeren, die sie gerade zusammen gepflanzt haben.

und für den Anbau eines Himbeer-Spaliers.

Zwei Männer setzen mit Wasserwaage den ersten Rahmen für das Himbeerspalier.
Im Vordergrund lauter offene Werkzeugkisten; mehrere Personen arbeiten im Hintergrund an verschiedenen Aufgaben an den Beeten.
Drei Männer bauen ein Spalier und fädeln gerade eine Weidenrute durch dessen Pfähle ein.
Die beiden achteckigen Beete mit Himbeerspalier und Torbogen.

Es ist sooo schön geworden.

I love you berry much!

Der Torbogen aus Weiden verbindet zwei Beete, in denen nun Stachelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Erdbeeren wachsen.

Hoch die Beete! Acht Ecken für frisches Gemüse

12. April 2025, 14—17 Uhr

Wir stellen das Gartenprojekt vor und den Gartenplan. Wir starten mit dem Bau von achteckigen Hochbeeten. Dank einfacher, vorbereiteter Bauanleitungen entstehen attraktive Beete aus Holz. Alle Materialien und Werkzeuge bringen wir mit. Extras für Sitzflächen, Rankgerüste aus Weidenruten oder Haselstangen und ähnliche Elemente machen die Module schön individuell.

Hoch die Beete! hieß es am Samstag in Wörth, auch wenn die Beete "nur" 20 cm hoch sind. Das reicht für unsere Bepflanzungen allemal...

Zuerst hieß es, feierlich "auftakten". Der Bürgermeister von Wörth, Herr Weiss, und der erste Beigeordnete Herr Pfaff waren vor Ort und packten später mit den Garteninteressierten an!

Wir erzählten zum Projekt und erklärten, was am heutigen Tag alles anstand. So konnten wir direkt loslegen.

Für die, die gerne nachbauen...

Die Konstruktion ist relativ einfach: Baudielen aus dem Baumarkt aus Fichte bilden die Grundlage. Es wird ein Achteck, die Seitenteile haben ein Außenmaß von 85 cm und der Gehrungsinkel ist 23,5 Grad. Mit zwei Terrassendielenschrauben lassen sie sich einfach und stabil für diese Zwecke verbinden. Wir arbeiten ohne Folie, denn das Holz ist 4 cm dick. Das hält eine ganze Weile!

Jeder darf mal jede "Baustelle" ausprobieren. Von Schrauben bis Schubkarre fahren, ist einiges zu tun.

Die wunderbare Erde wurde uns von einem Gärtner aufgeschüttet, 4 Kubik Bio Regio Erde ohne Torf (versteht sich). Das sind einige Schubkarren :)

... aber wir haben auch fleißige Helferinnen!

... die Bauteile liegen schon bereit ...

Während die einen fleißig vorbohren und schrauben, füllen die anderen die schon positionierten Beete auf der Parkfläche beim Wörther Rathaus.

Hier wollen wir beim nächsten Workshop eine Art Torbogen aus Holz als Rankhilfe bauen. Ist das also parallel?

Voilà, die Beete sind gebaut und wurden gut aufgeschüttet. Denn die Erde wird sich bei Regen noch etwas setzen. Wir freuen uns schon, sie am 3.5. zu bepflanzen! Das war eine schöne Gemeinschaftsaktion!

Ein Projekt im Auftrag der Stadt Wörth am Rhein im Rahmen der Bundesförderung Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren.