Rückblick auf unsere Beiträge zur ArchitekturZeit 2025
Die ArchitekturZeit 2025 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Stadt als einen gestaltbaren und geteilten Raum zu begreifen. Unsere Beiträge richteten den Blick auf das Unsichtbare Essbare, das Umbauen und das Auslassen – und luden zur aktiven Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum in den Karlsruher Höfen und rund um das Schloss ein. Hat Spaß gemacht!
Vom 27. Juni bis zum 5. Juli 2025 verwandelte sich Karlsruhe im Rahmen der ArchitekturZeit 2025 in ein lebendiges Forum für Baukultur, Stadtgestaltung und gesellschaftlichen Dialog. Auch wir waren mit mehreren Workshops vertreten – ein Rückblick auf sonnenreiche Tage zwischen verborgenen Orten, modularen Möbeln und blauen Experimenten.
Das essbare Unsichtbare – The Edible Unseen
KIT-Architektur Seminar mit öffentlichen Präsentationen, 10.–13.06.2025
Eine Studierendengruppe des KIT packte ihre gesamte Gestaltungsfreude, Vorstellungskraft und Planungsexpertise in drei herausfordernde Karlsruher Höfe — den Bankhof, den Erbprinzenhof und den Waldhof. Mit unserem Büro- und Projektraum am Waldhof durften wir „die essbare Stadt“ als übergreifendes Thema für die Transformation der Höfe setzen; zudem gaben die Studierenden verschiedener Jahrgänge der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen der Offenen Werkstatt für alles Mögliche Einblick in ihren Ideenentwicklungsprozess und die finalen Präsentationen. In Kooperation mit der Jungen Architektur Karlsruhe (JAKA) und den Professor*innen „kritisierten“ wir die Entwürfe. Und es waren lauter gute Kritiken!
Erholungsort, Naturraum, Gewächshaus, Quartiersküche, Wasserkreislauf, Treffpunkt, … — was aus einem Hof, in dem zurzeit nur Mülltonnen und Autos stehen alles werden kann! Besondere Orte, die nicht nur Nahrung produzieren, sondern auch soziale und ökologische Beziehungen stärken.
Stuhlbau DIY – Leonardis modulares Erbe neu interpretiert
Offener Workshop, 29.06.2025, Fasanenschlösschen im Fasanengarten
In Anlehnung an die Ausstellung „Encounter Trees — Modena x Karlsruhe“ widmeten wir uns dem italienischen Architekten und Designer Cesare Leonardi und seinem modularen Stuhl-Bausystem.
In fünf Stunden intensiver, gemeinsamer Bauzeit am Fasanenschlösschen wurden Leonardis Prinzipien aufgegriffen und für lokal verfügbare Materialien neu gedacht. Die teilnehmenden Kinder und Erwachsenen bauten eigene Möbelstücke – mal inspiriert von Leonardis Originalentwürfen, mal völlig neu interpretiert. Die dabei entstandenen Objekte wurden in die Ausstellung integriert und durften nach dem Festival mit nach Hause genommen werden. Schön, wie Kreativität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zusammenwirkten!
Solarfotografie – Lichtspuren zwischen Fotografie und Design
Workshop, 05.07.2025, Fasanenschlösschen im Fasanengarten
Zum Abschluss der ArchitekturZeit luden wir zu einem gestalterischen Experiment ein: Wir brachten mit lichtsensibler Flüssigkeit bestrichene Holzplatten, Stofftaschen und Papiere mit, um die gut 150 Jahre alte Technik der Cyanotypie kennenzulernen. Mit Sonnenlicht, Pflanzen und Fundstücken aus dem Fasanengarten hielten die Teilnehmenden feine Kompositionen aus Pflanzenteilen oder Objekten als Auslassungen auf dem blauen Trägermaterial fest. Die entstandenen Fotos zeigen eindrucksvoll, wie aus natürlichen Strukturen neue Ideen wachsen – ganz im Sinne eines schönen und nachhaltigen Gestaltungsprozesses.